INFORMATIONEN FÜR

Mosaic - Angebote

Hier finden Sie eine Zusammenstellung unserer Angebote. Alle Angebote werden situationsbedingt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. 1. ISE- Massnahmen in Einzel- und Gruppensettings 2. Clearingaufenthalte 3. Kriseninterventionen 4. Reise- und Erlebnisprojekte, Auszeiten 5. Vorbereitungsprojekte (Prüfungen, Veränderung der Lebenssituation, etc.) 6. Unsere Methodik und begleitende Angebote Unseren Text zu den Angeboten können Sie sich im PDF- Format herunter laden.   1. ISE- Massnahmen in Einzel- und Gruppensettings (oder auch ISM, ISPE, ISPM genannt. Intensiv-Sozialpädagogische (Einzel-) Massnahme) Nichts geht mehr....und jetzt? ISE- Massnahmen bieten wir solchen jungen Menschen an, bei denen alle bisherigen und aktuellen Massnahmen zu keinen befriedigenden Ergebnissen mehr führen. Solche Jugendlichen nehmen wir normaler Weise ab dem zwölften Lebensjahr auf. Dabei werden betroffene Jugendliche hier bei uns vor Ort meist in familären Einzelplätzen unter gebracht. Erstes Ziel eines solchen Aufenthaltes ist es, dabei zu helfen, dass die Jugendlichen wieder Perspektiven und/ oder Wünsche erkennen und auch kommunizieren können. Diese dann zu nutzen, um mit ihnen im Anschluss Ideen und die notwendige Motivation für die nächste Zukunft zu sammeln. So werden auch wieder tragfähige Themen bzw. Ziele für ein Hilfeplangespräch generiert, die dann im Folgenden umgesetzt werden können. Mosaic bietet „echte“ ISE- Massnahmen an, die eine 24 Stündige Betreuung und Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ermöglichen. So genügen wir den Ansprüchen einer ISE Massnahme nach Paragraph § 35 des Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) bei weitem. Es hat sich gezeigt, dass die Unterbringung fern ab der vorhandenen Peergroup und des gewohnten Umfeldes, eine grosse Hilfe bei der gewünschten Entwicklung darstellt. So fällt es den betroffenen Jugendlichen wesentlich leichter, sich auf sich selbst und die damit verbundenen Schwierigkeiten zu konzentrieren und sich diese auch in unserem sicheren Rahmen eingestehen zu können. So werden wichtige Einsichten gewonnen, welche wieder einen neuen Weg erkennen lassen. 2. Clearingaufenthalte Sackgasse? Wie soll es weitergehen? Diese Aufenthalte basieren auf den gleichen Prinzipien, wie die oben genannten ISE- Massnahmen, aber mit dem Unterschied, dass sie von vornerein als kurze Aufenthalte (normaler Weise bis zu drei Monaten) konzipiert sind. Auch kann so Bewegung in eine vielleicht festgefahrene Situation kommen und klare Ziele für ein anstehendes Hilfeplangespräch erarbeitet werden. Es soll die momentane Situation geklärt werden, um die daraus ersichtlichen Bedürfnisse feststellen zu können. Auf diesen kann dann eine weitere Hilfeplanung basieren. Dabei wird insbesondere versucht, die Möglichkeiten und Ressourcen des Jugendlichen neu zu entdecken und gegebenenfalls neu zu definieren. Damit wirklich neue Akzente gesetzt werden können, wird auch hier in einer sehr intensiven Form mit den Jugendlichen gearbeitet. Ob das mit ihnen allein oder zusammen mit ihren Bezugspersonen geschehen soll, muss im Einzelnen bei der Planung eines Aufenthaltes vorab besprochen und entschieden werden. 3. Kriseninterventionen Aktuelle Krise? Wie damit umgehen und vor allem wie geht es weiter? Das Angebot der begleiteten Krisenintervention richtet sich an Jugendliche ab 8 Jahren in Begleitung Ihrer Eltern und/ oder Betreuern und an Jugendliche ab 12 Jahren auch ohne Begleitung, die augenblicklich in einer Sackgasse zu stecken scheinen. Hier, fern ab des normalen Alltags, soll den Betroffenen dazu verholfen werden, die aktuelle Situation besser erkennen und verstehen zu können. Ursachen zu ergründen und auf Basis dieser Kenntnisse neue Perspektiven des Miteinander für die nächste Zeit zu erkennen und einen Plan zu entwickeln, wie diese in den anschliessenden Alltag eingebracht werden können. Dabei können wir auch die Nachbetreuung zur Erfolgskontrolle anbieten. Einen solchen Prozess können wir durch liebevolle und kompetente Begleitung in Gang setzen und nutzen dabei verschiedenste Methoden aus der Psychologie und Pädagigik. Für die Begleitpersonen können wir mannigfaltige Unterstützung und Entlastung anbieten, wenn das von den Betroffenen gewünscht werden sollte. So kann ein kreativer und effektiver Prozess in einem urlaubsähnlichen Ambiente angestossen werden und unsere Erfahrung hat gezeigt, dass so zuvor undenkbare Verbesserungen auf allen Ebenen erreicht werden können. 4. Reise- und Erlebnisprojekte, Auszeiten Für Kinder ab 8 Jahren in Begleitung und Jugendliche ab 12 Jahren, auch ohne Begleitung, bieten wir Reiseprojekte an. Der Fokus liegt bei solchen Angeboten auf der Erholung unter „Beaufsichtung“ und nicht wie bei unseren anderen Angeboten auf der sozialpädagogischen Betreung in erster Linie. Die Betroffenen sollen sich mal so richtig erholen können, haben aber bei Bedarf die Möglichkeit, fachliche Unterstützung zu erhalten. Wir organisieren, wenn nicht anders ausgemacht wurde, die Art des Aufenthaltes und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Aufenthaltorte können dabei die spanische Küste mit ihren wunderschönen Stränden oder aber auch die klare Bergluft der Pyrinäen sein. Ganz nach Wunsch der Urlauber. Und ganz gleich wie fern ab der Zivilisation können wir bei Bedarf in kürzester Zeit vor Ort sein, um eventuell helfend zur Seite zu stehen.  5. Vorbereitungsprojekte (Prüfungen,   Veränderung der Lebenssituation, etc.) Zielgruppe dieses Angebotes sind Jugendliche ab 12 Jahren, die kurz vor einem neuen Lebensabschnitt stehen oder bald eine schulische oder berufliche Prüfung zu bestehen haben. Wir können diesen Jugendlichen anbieten sich hier bei uns intensiv auf eine Prüfung vorzubereiten und können dies mit Nachhilfestunden und themenspezifischen Gesprächen begleiten (z.B. Umgang mit Prüfungsangst). Auch als stressig empfundene und bevorstehende Lebensveränderungen können wir hier therapeutisch vorbereiten und auf Wunsch auch in Echtzeit begleiten. 6. Unsere Methodik und begleitende Angebote Wir arbeiten nach Ressourcen-, Lösungs- und Systemorientierten Ansätzen. Wir lernen die Betroffenen zu Beginn einer Massnahme neu kennen und geben ihnen die Chance, noch einmal von vorne anfangen zu können. Vorhandene Berichte und Diagnosen werden wahrgenommen, aber gegebenenfalls auch überprüft, wenn dies notwendig erscheinen sollte. Das kann z.B. der Fall sein, wenn die Unterlagen einer Diagnose unvollständig sind oder diese schon sehr lange zurück liegen. Für solche Fälle haben wir auch hier die Möglichkeiten, psychiatrisch- psychologische Gutachten einzuholen. Bekannte Informationen sollen möglichst nicht dazu dienen, den Jugendlichen zu klassifizieren und einzuordnen. Denn wir wollen jedem Jugendlichen die Chance geben, ihn und sich selbst möglichst unvorbelastet neu kennen zu lernen. Wir glauben, dass auch schnelle Veränderungen möglich sind und nicht zwangsweise Jahre dauern müssen. Weiter denken wir, dass jeder Jugendliche im Prinzip über die Resourcen selbst verfügt, die er zur Bearbeitung seiner Schwierigkeiten braucht. Wir helfen ihm dabei, sich dieser Ressourcen bewusst zu werden und auf diese dann gewinnbringend zurück greifen zu können. Wir möchten auch die Eltern in ihrer Rolle und Verantwortung stärken und beraten, wenn dies möglich ist. Unabhängig davon, ob sie das Sorgerecht, eingeschränktes oder entzogenes Sorgerecht inne haben. Sie sind und bleiben für die Jugendlichen normalerweise die wichtigsten Bezugspersonen. Darüber hinaus kann man durch eine Kooperation auch verhindern, dass diese in Konkurrenz zum Helfersystem stehen, was wiederum den Entwicklungsprozess des Jugendlichen negativ beeinflussen würde. Die Jugendlichen werden so entlastet. So lässt sich auch ein Loyalitätskonflikt mit begleitenden Auffälligkeiten im Verhalten des Jugendlichen am wahrscheinlichsten vermeiden. Gleichzeitig wird die Nachhaltigkeit der Erfolge optimiert, da Verbesserungen in den familären Beziehungen und Kommunikationen zu erwarten sind. Auch sollen so Eltern und Kinder von einer eventuellen Schuldfrage entlastet werden. Die emotionale Bindung der Jugendlichen zu ihren Eltern und anderen Teilen der Familie soll positiv beeinflusst werden. Sie sollen ein gesundes und reflektiertes und damit realistisches Bild ihrer Familie bekommen können. Ohne kindliche Traumschemata und ohne unnütze Schuldzuweisungen. Den Jugendlichen soll verholfen werden, ein altersgerechtes Verhalten, mit den dafür notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten zu erlernen. Dabei werden folgende Entwicklungsziele angestrebt: •Regeln einhalten und Konsequenzen bei Regelüberschreitung respektieren können •Die Fähigkeit haben, mit einer klaren Tagesstruktur leben zu können •Eine eigene realistische Lebensperspektive entwickeln können •Mit Geld wirtschaften können •Hauswirtschafliche Fertigkeiten besitzen (kochen, putzen, waschen, ...) •Freundschaften schliessen und aufrecht erhalten •Ein gesundes Selbstwertgefühl •Möglichst gesunde Ernährung kennen und schätzen •Eine hohe Frustrationstolerzanz besitzen •Kritikfähig sein und mit Kritik umgehen können •Sich selbst für eigene Interessen einsetzen können •Nein sagen können •Konflikte lösen können •Mit Misserfolgen nicht zu negativ, sondern möglichst konstruktiv umgehen können •Die Gefahren und Risiken der neuen Medien kennen •Selbstständiges erledigen anstehender Aufgaben beherrschen •Positive Freizeitgestaltung organisieren können •Einen gesunden Umgang zur Sexulität entwickeln •Gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen Damit alle diese Ziele auch erreicht werden können, bieten wir den Jugendlichen zuerst die Möglichkeit, eine stabile und verlässliche Beziehung zu seiner Bezugsperson aufbauen zu können. Dabei auftretene Konflikte werden kreativ zur Vertiefung dieser Beziehung genutzt und nicht zu deren Auflösung. Ziel ist es, ein Vertrauen bei den Jugendlichen zu gewinnen, dass  auf Authentizität und Ehrlichkeit basiert und ihnen das Gefühl geben kann, hier wirklich aufgenommen und akzeptiert zu sein. So wie sie gerade sind und sich fühlen. Dabei werden sie rund um die Uhr betreut. Hier soll sich der Jugendliche weder als „Störenfried“, noch als Aussenseiter fühlen müssen. In einem entspannten Rahmen wird den jungen Menschen die Möglichkeit und Hilfe geboten, sich in eine Kleinstgruppe zu integrieren. Damit auch die Betreuer die dafür notwendigen Schritte gehen können, werden diese fachlich im Team begleitet. Dem Jugendlichen soll ein Raum geboten werden, in dem er sich wohl und geborgen fühlen kann. Dafür wird zu Beginn Zeit gegeben, ankommen zu können. Erst dann werden die Jugendlichen behutsam ihren Möglichkeiten entsprechend an weiter führende Aufgaben und Strukturen heran geführt. In dieser zweiten Phase sind klare Tagesstrukturen, so wie Regeln, sehr wichtig. Den Jugendlichen soll gut reflektiert werden, was gerade die Situation ist. Wo Defezite bestehen und wie diese liebevoll, aber effizient, bearbeitet werden können. Auch welche Erfolge bereits gemacht wurden. Im Weiteren soll den jungen Menschen die Möglichleit gegeben werden, sich mit ihrer Vergangenheit und den familiären Systemen auseinander zu setzen, um dort eventuell begründete Blockaden zu beseitigen und zu einer gesunden Beziehung zur Familie finden zu können. Dafür wird versucht, die Jugendlichen an therapeutische Hilfe heranzuführen. Dies können wir im ersten Schritt z.B. durch unsere reittherapeutischen Aktivitäten erreichen. Im folgenden oder auch zeitgleich mit anderen therapeutischen Angeboten, über die wir in unserem interdisziplinärem Team hier vor Ort verfügen. Neben der Elternarbeit wollen wir auch mit den Jugendämtern und Trägern eng und transparent zusammen arbeiten. Auf der einen Seite, um auch dem Jugendlichen sein starkes Helfersystem näher zu bringen, aber auch, um die Effiziens aller Bemühungen zu optimieren und als glaubhafte Hilfe dem Jugenlichen gegenüber bewusst werden zu lassen. Ziel ist es, den Jugendlichen mit ihren neu erlernten Fähigkeiten behutsam in eine altersgerechte Selbstständigkeit zu überführen. Erste Schritte in diese Richtung sind die Ausweitung der Befugnisse, ebenso wie die regelmässige Teilnahme an der Beschulung in unserer projekteigenen Schule. In der Schule werden unsere Jugendlichen intensiv zuerst individuell und dann in Kleinstgruppen auf eine für sie angemessene Schulabschlussprüfung hin vorbereitet. Wir können dabei auf eine langjährige und sehr erfolgreiche Statistik zurückblicken. Selbst Schulverweigerer haben bei uns erfolgreich ihren Hauptschulabschluss erworben. (Weiter führende Informationen entnehmen Sie bitte der Schulbroschüre). Einem 4 Phasen- Modell folgend bieten wir, orientiert an den jeweiligen Bedürfnissen der jungen Menschen, verschiedene Lebenszenarien als Übungs- und Projektionsfläche an, um so möglichst alle Schwierigkeiten aufzudecken und bearbeiten zu können. Phasen: 1. Einzelbetreuung Sie steht am Beginn der Betreuung in unserem Projekt. Den Jugendlichen soll eine Beziehung angeboten werden, über welche die meist noch kindlichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit, Schutz und emotionaler Wärme ungeteilt gestillt werden können. 2. Sozialisation in der Kleinstgruppe Die/ der Jugendliche hat schon eine gewisse Zeit in der Einzelbetreuungsstelle verbracht und wichtige Lernziele erreicht. Sie/ er ist VollzeitschülerIn. Für seine/ ihre weitere Entwicklung benötigt er/ sie Lebenserfahrungen im Gruppenkontext. Es sind die Voraussetzungen für die Weiterbetreuung in der Gruppe (höchstens 4 Jugendliche) erfüllt. 3. Trainingswochen, als Vorstufe zur Verselbständigung Das Zusammenleben mit in etwa Gleichaltrigen funktioniert schon recht gut und die/ der Jugendliche hat auch schon eine gewisse Autonomie erlangt. Der Schritt in die Verselbständigung ist aber noch zu gross. Es besteht die Möglichkeit im Einliegerapartment (der Mädchengruppe) das Alleine- Leben erst einmal im geschützten Rahmen zu erproben. 4. Verselbständigung Zum Abschluss einer ISE- Massnahme können wir, wenn gewünscht, eine Verselbständigungsphase durchführen, in der die Jugendlichen entweder alleine oder aber in einer Wohngemeinschaft leben. Die Betreuung wird dort in angemessenen Schritten zurück gefahren, bis die/ der junge Erwachsene dann am Ende ganz selbständig zurecht kommen kann. Wir hoffen, Ihre Neugierde geweckt zu haben und würden uns über eine Kontaktaufnahme von Ihrer Seite sehr freuen. So können wir Ihnen weiterführende Informationen geben und Ihre Fragen sehr gerne beantworten. Mit freundlichen Grüssen, Kerstin Orth (pädagogische Leitung, Mosaic) Diesen Text können Sie sich im PDF- Format herunter laden.  
MOSAIC Associació Socio-Pedagògica per Relacions Interculturals Geschäftsführer: Tomasz Owczarski Pädagogische Leitung: Kerstin Orth Projektschulen: Wolfgang Praszel
ADRESSE El Prat de Sant Pere 1 E-17850 Besalú (Girona) Spanien
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Hier finden Sie eine Zusammenstellung unserer Angebote. Alle Angebote werden situationsbedingt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. 1. ISE- Massnahmen in Einzel- und Gruppensettings 2. Clearingaufenthalte 3. Kriseninterventionen 4. Reise- und Erlebnisprojekte, Auszeiten 5. Vorbereitungsprojekte  (Prüfungen, Veränderung der Lebenssituation, etc.) 6. Unsere Methodik und begleitende Angebote Unseren Text zu den Angeboten können Sie sich im PDF- Format herunter laden.   1. ISE- Massnahmen in Einzel- und Gruppensettings (oder auch ISM, ISPE, ISPM genannt. Intensiv-Sozialpädagogische (Einzel-) Massnahme) Nichts geht mehr....und jetzt? ISE- Massnahmen bieten wir solchen jungen Menschen an, bei denen alle bisherigen und aktuellen Massnahmen zu keinen befriedigenden Ergebnissen mehr führen. Solche Jugendlichen nehmen wir normaler Weise ab dem zwölften Lebensjahr auf. Dabei werden betroffene Jugendliche hier bei uns vor Ort meist in familären Einzelplätzen unter gebracht. Erstes Ziel eines solchen Aufenthaltes ist es, dabei zu helfen, dass die Jugendlichen wieder Perspektiven und/ oder Wünsche erkennen und auch kommunizieren können. Diese dann zu nutzen, um mit ihnen im Anschluss Ideen und die notwendige Motivation für die nächste Zukunft zu sammeln. So werden auch wieder tragfähige Themen bzw. Ziele für ein Hilfeplangespräch generiert, die dann im Folgenden umgesetzt werden können. Mosaic bietet „echte“ ISE- Massnahmen an, die eine 24 Stündige Betreuung und Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ermöglichen. So genügen wir den Ansprüchen einer ISE Massnahme nach Paragraph § 35 des Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) bei weitem. Es hat sich gezeigt, dass die Unterbringung fern ab der vorhandenen Peergroup und des gewohnten Umfeldes, eine grosse Hilfe bei der gewünschten Entwicklung darstellt. So fällt es den betroffenen Jugendlichen wesentlich leichter, sich auf sich selbst und die damit verbundenen Schwierigkeiten zu konzentrieren und sich diese auch in unserem sicheren Rahmen eingestehen zu können. So werden wichtige Einsichten gewonnen, welche wieder einen neuen Weg erkennen lassen. 2. Clearingaufenthalte Sackgasse? Wie soll es weitergehen? Diese Aufenthalte basieren auf den gleichen Prinzipien, wie die oben genannten ISE- Massnahmen, aber mit dem Unterschied, dass sie von vornerein als kurze Aufenthalte (normaler Weise bis zu drei Monaten) konzipiert sind. Auch kann so Bewegung in eine vielleicht festgefahrene Situation kommen und klare Ziele für ein anstehendes Hilfeplangespräch erarbeitet werden. Es soll die momentane Situation geklärt werden, um die daraus ersichtlichen Bedürfnisse feststellen zu können. Auf diesen kann dann eine weitere Hilfeplanung basieren. Dabei wird insbesondere versucht, die Möglichkeiten und Ressourcen des Jugendlichen neu zu entdecken und gegebenenfalls neu zu definieren. Damit wirklich neue Akzente gesetzt werden können, wird auch hier in einer sehr intensiven Form mit den Jugendlichen gearbeitet. Ob das mit ihnen allein oder zusammen mit ihren Bezugspersonen geschehen soll, muss im Einzelnen bei der Planung eines Aufenthaltes vorab besprochen und entschieden werden. 3. Kriseninterventionen Aktuelle Krise? Wie damit umgehen und vor allem wie geht es weiter? Das Angebot der begleiteten Krisenintervention richtet sich an Jugendliche ab 8 Jahren in Begleitung Ihrer Eltern und/ oder Betreuern und an Jugendliche ab 12 Jahren auch ohne Begleitung, die augenblicklich in einer Sackgasse zu stecken scheinen. Hier, fern ab des normalen Alltags, soll den Betroffenen dazu verholfen werden, die aktuelle Situation besser erkennen und verstehen zu können. Ursachen zu ergründen und auf Basis dieser Kenntnisse neue Perspektiven des Miteinander für die nächste Zeit zu erkennen und einen Plan zu entwickeln, wie diese in den anschliessenden Alltag eingebracht werden können. Dabei können wir auch die Nachbetreuung zur Erfolgskontrolle anbieten. Einen solchen Prozess können wir durch liebevolle und kompetente Begleitung in Gang setzen und nutzen dabei verschiedenste Methoden aus der Psychologie und Pädagigik. Für die Begleitpersonen können wir mannigfaltige Unterstützung und Entlastung anbieten, wenn das von den Betroffenen gewünscht werden sollte. So kann ein kreativer und effektiver Prozess in einem urlaubsähnlichen Ambiente angestossen werden und unsere Erfahrung hat gezeigt, dass so zuvor undenkbare Verbesserungen auf allen Ebenen erreicht werden können. 4. Reise- und Erlebnisprojekte, Auszeiten Für Kinder ab 8 Jahren in Begleitung und Jugendliche ab 12 Jahren, auch ohne Begleitung, bieten wir Reiseprojekte an. Der Fokus liegt bei solchen Angeboten auf der Erholung unter „Beaufsichtung“ und nicht wie bei unseren anderen Angeboten auf der sozialpädagogischen Betreung in erster Linie. Die Betroffenen sollen sich mal so richtig erholen können, haben aber bei Bedarf die Möglichkeit, fachliche Unterstützung zu erhalten. Wir organisieren, wenn nicht anders ausgemacht wurde, die Art des Aufenthaltes und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Aufenthaltorte können dabei die spanische Küste mit ihren wunderschönen Stränden oder aber auch die klare Bergluft der Pyrinäen sein. Ganz nach Wunsch der Urlauber. Und ganz gleich wie fern ab der Zivilisation können wir bei Bedarf in kürzester Zeit vor Ort sein, um eventuell helfend zur Seite zu stehen.  5. Vorbereitungsprojekte (Prüfungen,   Veränderung der Lebenssituation, etc.) Zielgruppe dieses Angebotes sind Jugendliche ab 12 Jahren, die kurz vor einem neuen Lebensabschnitt stehen oder bald eine schulische oder berufliche Prüfung zu bestehen haben. Wir können diesen Jugendlichen anbieten sich hier bei uns intensiv auf eine Prüfung vorzubereiten und können dies mit Nachhilfestunden und themenspezifischen Gesprächen begleiten (z.B. Umgang mit Prüfungsangst). Auch als stressig empfundene und bevorstehende Lebensveränderungen können wir hier therapeutisch vorbereiten und auf Wunsch auch in Echtzeit begleiten. 6. Unsere Methodik und begleitende Angebote Wir arbeiten nach Ressourcen-, Lösungs- und Systemorientierten Ansätzen. Wir lernen die Betroffenen zu Beginn einer Massnahme neu kennen und geben ihnen die Chance, noch einmal von vorne anfangen zu können. Vorhandene Berichte und Diagnosen werden wahrgenommen, aber gegebenenfalls auch überprüft, wenn dies notwendig erscheinen sollte. Das kann z.B. der Fall sein, wenn die Unterlagen einer Diagnose unvollständig sind oder diese schon sehr lange zurück liegen. Für solche Fälle haben wir auch hier die Möglichkeiten, psychiatrisch- psychologische Gutachten einzuholen. Bekannte Informationen sollen möglichst nicht dazu dienen, den Jugendlichen zu klassifizieren und einzuordnen. Denn wir wollen jedem Jugendlichen die Chance geben, ihn und sich selbst möglichst unvorbelastet neu kennen zu lernen. Wir glauben, dass auch schnelle Veränderungen möglich sind und nicht zwangsweise Jahre dauern müssen. Weiter denken wir, dass jeder Jugendliche im Prinzip über die Resourcen selbst verfügt, die er zur Bearbeitung seiner Schwierigkeiten braucht. Wir helfen ihm dabei, sich dieser Ressourcen bewusst zu werden und auf diese dann gewinnbringend zurück greifen zu können. Wir möchten auch die Eltern in ihrer Rolle und Verantwortung stärken und beraten, wenn dies möglich ist. Unabhängig davon, ob sie das Sorgerecht, eingeschränktes oder entzogenes Sorgerecht inne haben. Sie sind und bleiben für die Jugendlichen normalerweise die wichtigsten Bezugspersonen. Darüber hinaus kann man durch eine Kooperation auch verhindern, dass diese in Konkurrenz zum Helfersystem stehen, was wiederum den Entwicklungsprozess des Jugendlichen negativ beeinflussen würde. Die Jugendlichen werden so entlastet. So lässt sich auch ein Loyalitätskonflikt mit begleitenden Auffälligkeiten im Verhalten des Jugendlichen am wahrscheinlichsten vermeiden. Gleichzeitig wird die Nachhaltigkeit der Erfolge optimiert, da Verbesserungen in den familären Beziehungen und Kommunikationen zu erwarten sind. Auch sollen so Eltern und Kinder von einer eventuellen Schuldfrage entlastet werden. Die emotionale Bindung der Jugendlichen zu ihren Eltern und anderen Teilen der Familie soll positiv beeinflusst werden. Sie sollen ein gesundes und reflektiertes und damit realistisches Bild ihrer Familie bekommen können. Ohne kindliche Traumschemata und ohne unnütze Schuldzuweisungen. Den Jugendlichen soll verholfen werden, ein altersgerechtes Verhalten, mit den dafür notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten zu erlernen. Dabei werden folgende Entwicklungsziele angestrebt: •Regeln einhalten und Konsequenzen bei Regelüberschreitung respektieren können •Die Fähigkeit haben, mit einer klaren Tagesstruktur leben zu können •Eine eigene realistische Lebensperspektive entwickeln können •Mit Geld wirtschaften können •Hauswirtschafliche Fertigkeiten besitzen (kochen, putzen, waschen, ...) •Freundschaften schliessen und aufrecht erhalten •Ein gesundes Selbstwertgefühl •Möglichst gesunde Ernährung kennen und schätzen •Eine hohe Frustrationstolerzanz besitzen •Kritikfähig sein und mit Kritik umgehen können •Sich selbst für eigene Interessen einsetzen können •Nein sagen können •Konflikte lösen können •Mit Misserfolgen nicht zu negativ, sondern möglichst konstruktiv umgehen können •Die Gefahren und Risiken der neuen Medien kennen •Selbstständiges erledigen anstehender Aufgaben beherrschen •Positive Freizeitgestaltung organisieren können •Einen gesunden Umgang zur Sexulität entwickeln •Gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen Damit alle diese Ziele auch erreicht werden können, bieten wir den Jugendlichen zuerst die Möglichkeit, eine stabile und verlässliche Beziehung zu seiner Bezugsperson aufbauen zu können. Dabei auftretene Konflikte werden kreativ zur Vertiefung dieser Beziehung genutzt und nicht zu deren Auflösung. Ziel ist es, ein Vertrauen bei den Jugendlichen zu gewinnen, dass  auf Authentizität und Ehrlichkeit basiert und ihnen das Gefühl geben kann, hier wirklich aufgenommen und akzeptiert zu sein. So wie sie gerade sind und sich fühlen. Dabei werden sie rund um die Uhr betreut. Hier soll sich der Jugendliche weder als „Störenfried“, noch als Aussenseiter fühlen müssen. In einem entspannten Rahmen wird den jungen Menschen die Möglichkeit und Hilfe geboten, sich in eine Kleinstgruppe zu integrieren. Damit auch die Betreuer die dafür notwendigen Schritte gehen können, werden diese fachlich im Team begleitet. Dem Jugendlichen soll ein Raum geboten werden, in dem er sich wohl und geborgen fühlen kann. Dafür wird zu Beginn Zeit gegeben, ankommen zu können. Erst dann werden die Jugendlichen behutsam ihren Möglichkeiten entsprechend an weiter führende Aufgaben und Strukturen heran geführt. In dieser zweiten Phase sind klare Tagesstrukturen, so wie Regeln, sehr wichtig. Den Jugendlichen soll gut reflektiert werden, was gerade die Situation ist. Wo Defezite bestehen und wie diese liebevoll, aber effizient, bearbeitet werden können. Auch welche Erfolge bereits gemacht wurden. Im Weiteren soll den jungen Menschen die Möglichleit gegeben werden, sich mit ihrer Vergangenheit und den familiären Systemen auseinander zu setzen, um dort eventuell begründete Blockaden zu beseitigen und zu einer gesunden Beziehung zur Familie finden zu können. Dafür wird versucht, die Jugendlichen an therapeutische Hilfe heranzuführen. Dies können wir im ersten Schritt z.B. durch unsere reittherapeutischen Aktivitäten erreichen. Im folgenden oder auch zeitgleich mit anderen therapeutischen Angeboten, über die wir in unserem interdisziplinärem Team hier vor Ort verfügen. Neben der Elternarbeit wollen wir auch mit den Jugendämtern und Trägern eng und transparent zusammen arbeiten. Auf der einen Seite, um auch dem Jugendlichen sein starkes Helfersystem näher zu bringen, aber auch, um die Effiziens aller Bemühungen zu optimieren und als glaubhafte Hilfe dem Jugenlichen gegenüber bewusst werden zu lassen. Ziel ist es, den Jugendlichen mit ihren neu erlernten Fähigkeiten behutsam in eine altersgerechte Selbstständigkeit zu überführen. Erste Schritte in diese Richtung sind die Ausweitung der Befugnisse, ebenso wie die regelmässige Teilnahme an der Beschulung in unserer projekteigenen Schule. In der Schule werden unsere Jugendlichen intensiv zuerst individuell und dann in Kleinstgruppen auf eine für sie angemessene Schulabschlussprüfung hin vorbereitet. Wir können dabei auf eine langjährige und sehr erfolgreiche Statistik zurückblicken. Selbst Schulverweigerer haben bei uns erfolgreich ihren Hauptschulabschluss erworben. (Weiter führende Informationen entnehmen Sie bitte der Schulbroschüre). Einem 4 Phasen- Modell folgend bieten wir, orientiert an den jeweiligen Bedürfnissen der jungen Menschen, verschiedene Lebenszenarien als Übungs- und Projektionsfläche an, um so möglichst alle Schwierigkeiten aufzudecken und bearbeiten zu können. Phasen: 1. Einzelbetreuung Sie steht am Beginn der Betreuung in unserem Projekt. Den Jugendlichen soll eine Beziehung angeboten werden, über welche die meist noch kindlichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit, Schutz und emotionaler Wärme ungeteilt gestillt werden können. 2. Sozialisation in der Kleinstgruppe Die/ der Jugendliche hat schon eine gewisse Zeit in der Einzelbetreuungsstelle verbracht und wichtige Lernziele erreicht. Sie/ er ist VollzeitschülerIn. Für seine/ ihre weitere Entwicklung benötigt er/ sie Lebenserfahrungen im Gruppenkontext. Es sind die Voraussetzungen für die Weiterbetreuung in der Gruppe (höchstens 4 Jugendliche) erfüllt. 3. Trainingswochen, als Vorstufe zur Verselbständigung Das Zusammenleben mit in etwa Gleichaltrigen funktioniert schon recht gut und die/ der Jugendliche hat auch schon eine gewisse Autonomie erlangt. Der Schritt in die Verselbständigung ist aber noch zu gross. Es besteht die Möglichkeit im Einliegerapartment (der Mädchengruppe) das Alleine- Leben erst einmal im geschützten Rahmen zu erproben. 4. Verselbständigung Zum Abschluss einer ISE- Massnahme können wir, wenn gewünscht, eine Verselbständigungsphase durchführen, in der die Jugendlichen entweder alleine oder aber in einer Wohngemeinschaft leben. Die Betreuung wird dort in angemessenen Schritten zurück gefahren, bis die/ der junge Erwachsene dann am Ende ganz selbständig zurecht kommen kann. Wir hoffen, Ihre Neugierde geweckt zu haben und würden uns über eine Kontaktaufnahme von Ihrer Seite sehr freuen. So können wir Ihnen weiterführende Informationen geben und Ihre Fragen sehr gerne beantworten. Mit freundlichen Grüssen, Kerstin Orth (pädagogische Leitung, Mosaic) Diesen Text können Sie sich im PDF- Format herunter laden.